Isa von Deep Care im Test

Robert Kellermeier

Hinweis: Dieser Erfahrungsbericht ist keine Werbung. Das Produkt wurde eigenständig erworben und die Bewertung spiegelt ausschließlich meine subjektive Einschätzung wider.

Testzeitraum und Preis

Ich habe Isa von Deep Care 6 Wochen lang getestet. Das Gerät war täglich ca. 8 Stunden im Einsatz und stand sowohl auf meinem Schreibtisch in der Firma als auch bei mir daheim im Büro. Um ehrlich zu sein: Meine Erwartungen an Isa waren von Anfang an hoch. Ein Gerät, das in der Core Version auf Amazon für 399,00 Euro verkauft wird (Stand: Dezember 2025), sollte schon einiges mehr können als beispielsweise ein Fitnesstracker am Handgelenk oder eine Gesundheitsapp auf dem Handy. Neben dem von mir getesteten Gerät gibt es noch eine Isa Pro Variante mit Zusatzfeatures, die preislich aktuell bei 499,- Euro liegt. Alle Links dazu habe ich unten aufgeführt.

Funktionsübersicht und Features

Auf der Homepage von Deep Care wird auch eine Vielzahl von Funktionen aufgeführt:

  • Haltungskorrekturen für optimale Sitzhaltung
  • mehr als 180 Micro-Workouts für Nacken, Arme, Beine, Schultern, Rücken, Augen, Atem oder den ganzen Körper
  • Trinkerinnerungen für einen besseren Flüssigkeitshaushalt
  • Sitz-Steh-Erkennung um mehr im Stehen zu Arbeiten
  • Aufforderung zu Bildschirmpausen
  • Angeleitete Augenübungen bei langer Bildschirmarbeit
  • Erinnerung daran, Obst und Gemüse zu essen
  • Tägliche Gesundheitstipps

Außerdem erstellt Isa regelmäßig Gesundheitsberichte zu Haltung, Aktivität und Arbeitsumgebungstrends. Gemessene Parameter sind u.a.:

  • Rückengesundheit
  • Kognitive Balance
  • Muskelaktivität
  • Trinkverhalten
  • Im Stehen verbrachte Zeit
  • Ergonomische Haltung
  • Gesamtbewertung der Arbeitsgewohnheiten

Zudem lassen sich individuelle Gesundheitsziele und aktuelle Körperschmerzen einstellen, um aktiv an beiden zu arbeiten. Isa ist also eine echte Tausendsassarin. Dabei macht Isa keine Bild-/Tonaufnahmen vom mir und funktioniert komplett, ohne dass ich es mit dem Internet verbinden muss. Damit punktet Isa auch im Bereich Datenschutz.

Installation und Bedienung

Die Installation von Isa war einfach: Netzteil in die Steckdose, Kabel ins Gerät und auf den Einschaltknopf drücken. Dann musste ich ein paar Angaben zu meiner Person und meinem Arbeitsplatz machen. Die Menüführung war selbsterklärend, sodass mir die Konfiguration leicht fiel und sie schnell erledigt war. Der Packung lag zwar ein QR-Code für eine Videoanleitung bei, das wäre aus meiner Sicht aber nicht nötig gewesen. Isa war somit innerhalb weniger Minuten startklar.

Auch in den nächsten Tagen war die Benutzung von Isa sehr intuitiv und einfach. Ich habe nur etwas Zeit gebraucht, um den vollen Funktionsumfang zu erkunden und mich durch die vielen Unterpunkte zu navigieren. Das Isa-Paket ist wirklich sehr umfangreich. Glücklicherweise kann man aber nicht viel falsch machen und findet schnell wieder ins Hauptmenü zurück, wenn man sich in den Tiefen des Menüs verirrt hat.

Design und Mobilität

Design und Gewicht von Isa erinnern mich an ein iPhone. Das Gerät fühlt sich hochwertig an und alle Bedienelemente fallen groß genug aus. Auch optisch passt Isa gut zu meiner restlichen Schreibtischausstattung, sodass sie nicht negativ heraussticht. Etwas nervig ist aus meiner Sicht nur, dass Isa auf Netzteil und Kabel angewiesen ist. Besonders wenn ich zwischen Homeoffice und Büro wechsle, ist das Umstecken in einer Zeit, in der fast alle Geräte mit Akku laufen, etwas umständlich. Auch wenn Isa dann vermutlich etwas an Gewicht zulegen würde, fände ich eine Akkuversion wünschenswert.

Erfassung von kognitiver Belastung

Ich habe mir Isa insbesondere deshalb zugelegt, weil sie laut Hersteller kognitive Belastung bei der Arbeit messen kann. Isa bezieht für die Berechnung der kognitiven Belastung zwei bzw. vier Parameter mit ein:

  1. Durchschnittliche Fokus-Sessions = wie lange und intensiv ich konzentriert arbeite
  2. Erholung = wie gut mein Gehirn sich in den Pausen erholt
  3. Umgebungsbelastung = äußere Faktoren wie Licht, CO2-Konzentration im Raum etc. (in meiner aktuellen Isa Basis-Version nicht enthalten)
  4. Gesprächsbelastung = wie lange ich spreche (in meiner aktuellen Isa Basis-Version nicht enthalten)

Da ich noch mehr Details zur Ermittlung der kognitiven Belastung wissen wollte, habe ich direkt bei Deep Care nachgefragt. Der Kundenservice hat innerhalb von einem Tag reagiert und mir eine ausführliche Antwort gegeben. Hier die Zusammenfassung:

Ein zentraler Faktor zur Einschätzung kognitiver Belastung ist die Körperhaltung, insbesondere die Bewegungen und die Ausrichtung des Kopfes. Zusätzlich berücksichtigt Isa die Dauer des Sitzens und den individuellen Arbeitsrhythmus. Sehr lange, ununterbrochene Arbeitsphasen können die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, während ein Wechsel aus intensiven Sitzphasen und kurzen Pausen die kognitive Stabilität unterstützt. Auch die Länge der Bildschirmnutzung spielt eine Rolle. Monotone, ausgedehnte Phasen vor dem Bildschirm führen oft zu mentaler Erschöpfung, während regelmäßige kurze Erholungsmomente den Fokus erhalten.

Die Zeitblöcke, für die Isa mir fokussiertes Arbeiten bestätigte, und meine subjektive Empfindung stimmten jedoch nicht immer überein. Das ist aus meiner Sicht nicht tragisch, zeigt aber auf, dass Isa eben nicht in mich hineinschauen kann, sondern sich auf äußere Parameter beziehen muss.

Noch ein weiterer Punkt zum Thema kognitive Belastung ist mir aufgefallen: Isa selbst kann sich negativ auf Phasen fokussierten Arbeitens auswirken, wenn sie währenddessen Hinweise zu Körperhaltung und Trinkverhalten gibt. Doch auch daran haben die Entwickler gedacht und einen Fokusmodus eingebaut. Sobald ich diesen einschalte, ist Isa für wahlweise 30 oder 60 Minuten ruhig.

Fairerweise muss man sagen, dass das Hauptziel von Isa nicht das Messen und die Optimierung der kognitiven Beanspruchung am Arbeitsplatz ist. Isa dient laut Hersteller dazu, die vielfältigen Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und Schreibtischarbeit insgesamt gesünder zu machen. Wenn mit Hilfe von Isa die gesamte Situation am Arbeitsplatz besser wird, dann steigt dadurch auch die kognitive Leistungsfähigkeit. Optimierte mentale Belastung ist sozusagen ein Teilergebnis der Gesamtleistung von Isa.

Fazit: Isa ist hirnfreundlich und einen Kauf wert

Ich würde Isa allen empfehlen, die viel Zeit am Schreibtisch verbringen. Das Preis-Leistung-Verhältnis ist für ein Gerät mit so umfangreichen Funktionen sehr gut (und unter Umständen gibt es einen Zuschuss der Krankenkasse). Isa liefert aus meiner Sicht einen echten Mehrwert für gesünderes und produktiveres Arbeiten und sorgt für mehr Hirnfreundlichkeit am Schreibtisch.

Links

Funktionsübersicht zu Isa

Isa Bais auf Amazon

Isa Pro auf Amazon